Serge Lutens

Meister der Düfte

Bei meinem Paris-Trip Ende 2013 stand ein Besuch bei Serge Lutens im Palais Royal ganz oben auf der Liste. Ich wollte einen hochwertigen, einzigartigen und zu mir passenden Duft finden, weit entfernt von synthetischen Douglas-Düften. Das schummrige, violette Licht im orientalisch eingerichteten Laden des Meisters der Düfte war gewöhnungsbedürftig und dürfte eine Herausforderung sein für die Verkäuferinnen. Das Ambiente wirkte sakral, mystisch, geheimnisvoll. Die Auswahl an sehr besonderen Düften überforderte mich zunächst. Auch wird Dir die Verkäuferin keine Empfehlung abgeben, was zu Deinem Typ passen könnte. Du kannst Dich also nur durch eine Vielzahl von Düften durchschnuppern in der Hoffnung, genau den einen zu finden. Ich hatte Glück: „Bois de Violette“ wirkte harmonisch, interessant, geheimnisvoll, nicht langweilig, nicht zu aufdringlich, dennoch spannend. Ich entschied mich für einen Spash-Flacon mit dem Duft aus Hölzern und im Frühling am Waldrand wachsenden Veilchen, so die Beschreibung. Auf dem Spaziergang durch Paris schnupperte ich immer wieder an meinem Handgelenk, erste Zweifel kamen auf, ob es denn der richtige Duft ist. Ja, es ist mein Winter-Duft. Er passt zu mir und ich fühle mich gut damit. Jeden Morgen betupfe ich mit dem kühlen Glasstöpsel des Flakons meine Handgelenke. Wie ein Ritual und als ob es Weihwasser wäre. Ein paar Tropfen Luxus auf der Haut. Dabei erinnere ich mich an das violette Licht des Ladens und die schimmernden Glasflakons in den Vitrinen. Und ich denke an den Maître Parfumeur in Marrakesch – in der Hoffnung, dass er den Duft für Frauen wie mich kreiert hat.


Quellen: Serge Lutens

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